Kultur im Dienst der Propaganda?
Am Dienstag, dem 8. Oktober, veranstaltet das Centre culturel Jacques Franck FOCUS EVRAS/Ecran large sur tableau noir[1] im Rahmen des Programms zur Erziehung zum Beziehungs-, Gefühls- und Sexualleben (EVRAS). Sexualisierte Kinder und die Normalisierung von Abweichungen stehen auf dem Programm!
Ein Mädchen als Frau und ein Junge als Mädchen, Kinder des Gutmenschentums
Die Veranstaltung wird so angekündigt:
Diese beiden Vorführungen werden ergänzt durch Begegnungen, Publikumsgespräche, Infostände, Workshops ... Ein geselliger Tag, offen für alle*, der es ermöglicht, sich mit dem Bildungsprozess EVRAS vertraut zu machen, dessen Ziel es ist, dass jede*r sich sexuell und affektiv, körperlich wie emotional, in Freiheit, Gleichheit, Respekt und Verantwortung gegenüber anderen und sich selbst entfalten kann.
Die Trailer zeigen junge, sexualisierte und unbesiegbare Helden in ihren neuen Freundeskreisen, gegenüber altmodischen Eltern, die mit ihren Sorgen zur Last fallen, und einem Familienleben, das die Individualität dieser zu Herren der Welt verklärten Kinder zu sehr verletzt.
Die Inklusion aller*innen – exklusiv
Nicht im Programm dieses scheinbar festlichen Tages stehen die Zeugnisse derer, die ihr Geschlecht gewechselt haben, als ließen sie sich tätowieren – Zeugnisse, die von Wut und vom Leid über eine unumkehrbare Entscheidung geprägt sind.
Ebenso ausgelassen werden die Bestürzung und der Protest einer wachsenden Zahl von Kinderpsychiatern, Eltern und Pädagogen über die verheerenden Auswirkungen der frühen Sexualisierung von Kindern.
Und an diesem Tag dürfte auf keinen Fall die brisante Studie zur Sprache kommen[2] von Thibault Kerlirzin[3], Sozial- und Wirtschaftsanalyst, in Zusammenarbeit mit der Association Mamans Louves[4] in Frankreich über die Standards de l’OMS pour une éducation sexuelle en Europe, die fester Bestandteil der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sind[5].
Über die in den WHO-Standards propagierten „pädagogischen“ Inhalte hinaus (sehr explizite Bilder des Körpers und des Geschlechtsverkehrs für kleine Kinder) listet Thibault Kerlirzin in seiner Studie die Autoren dieser Standards auf, von denen sich viele den Theorien Alfred Kinseys anschließen[6] – von zweifelhafter Glaubwürdigkeit und finanziert von der Rockefeller-Stiftung. Die Biografien, begleitet von offiziellen Porträts, präsentieren „Experten“, die schon ab dem Vorschulalter den Unterricht eines Fachs befürworten, das sich an ein Publikum richtet, das davon noch keinerlei Vorstellung hat – mit „pädagogischen Hilfsmitteln“ (Rollenspiele: Papa, Mama, Arzt, und Gegenstände: Phallusmurmeln und Gummibänder).
Die neue Norm … ist, dass es keine Norm gibt!
Diese mit Kulturfördergeldern organisierte Veranstaltung propagiert die „Abweichung von der Norm“, indem sie sie gerade so weit „normalisiert“, dass die Jugendlichen das Gefühl haben, gegen ihre Älteren zu rebellieren und eine bewusste Entscheidung über ihr Leben zu treffen, ohne dass sie jedoch das System, die Ideologie und die Profite hinterfragen können, die diese Programme und ihre Förderung hervorgebracht haben. Und wie zufällig ist die Institution Schule (sowie weiter oben die nationalen und internationalen Instanzen) da, um sie zu unterstützen und Kinder und Jugendliche in diesen Entscheidungen zu bestärken – und in diesem Ausschluss der Eltern[7]. Über EVRAS und Veranstaltungen wie diesen Focus bemüht sich die Schule, zu dem „sicheren“ Ort zu werden, an dem sich Jugendliche und Kleine Identitätsfantasien hingeben können, ohne dass ihnen die Eltern mit ihren „guten Ratschlägen“ in die Quere kommen.
Die Frage ist, was aus diesen Kindern wird, wenn sie erwachsen sind und vor der Wahl oder gar dem tiefen Bedürfnis stehen, jemanden zu lieben, der diesen neuen Normen nicht entspricht, oder gar eine Familie zu gründen – das neue Sakrileg. Werden sie den Schleier lüften können, wie ehemalige Anhänger einer Sekte oder Ideologie, und die Manipulation erkennen, der sie ausgesetzt sind? Werden sie ihre angeborene Identität zurückgewinnen und sich so lieben können, wie sie sind?
Katouchka
Die in diesem Meinungsbeitrag geäußerten Ansichten liegen in der alleinigen Verantwortung des Autors und geben nicht unbedingt die Meinung von BAM! wieder.
Vorspann und Illustration von BAM!
[1] FOCUS EVRAS I ECRAN LARGE - Le Jacques Franck
[2] Standards européens d’éducation à la sexualité : des bases scientifiques, vraiment ?
[5] Principes directeurs internationaux sur l’éducation à la sexualité: une approche factuelle; 2018 & Éducation complète à la sexualité
[6] PÉDOCRIMINALITÉ – KINSEY ou les dérives de la sexologie | Dans la Tête des Autres
[7] Latest Trend in Public Schools: ’Secret Gender Transition Closets’